Am 28. Juni 2013 weihte Präsident Jan Hippold vom Anglerverband Südsachsen Mulde/Elster e.V. das neue Bruthaus in der Fischzuchtanlage in Lichtenberg bei Freiberg ein. Der Fischaufzuchtgesellschaft, die die Anlage für den Anglerverband bewirtschaftet, stehen nun räumliche und technische Kapazitäten zur Erbrütung von Fischlaich zur Verfügung. Damit ist eine wichtige Voraussetzung  für ein erfolgreiches Äschenschutzprojekt und die langfristige Sicherstellung des Satzfischbedarfs des Anglerverbandes geschaffen.

Unter den geladenen Gästen weilte auch Dr. Lothar Beier (Leiter des Referats „Tierische Erzeugnisse“) als Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft. Er konnte sich bei einem Rundgang durch die gesamte Anlage nicht nur vom Stand der Äschenzucht und der Funktion des Bruthauses informieren, sondern bekam von Fischmeister Peter Lohse einen Einblick in den gesamten Umfang der Arbeit zur Sicherstellung der Hege und des Satzfischbedarfs des Anglerverbandes vermittelt. Im Anschluss an die Führung stellte er heraus, dass dies höchst anspruchsvolle Aufgaben sind, deren Umfang und Anspruch von Außenstehenden nicht objektiv eingeschätzt werden könne. Umso wichtiger sind solche Veranstaltungen, um einen tieferen Einblick zu erhalten. Beeindruckt zeigte sich Dr. Beier auch von der Initiierung des Äschenschutzprojektes und der Investition des Anglerverbandes in das Bruthaus. Er würdigte besonders, dass die Anglerverbände in Sachsen den Äschenschutz  eigenverantwortlich und unterstützt vom ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitglieder in die Tat umgesetzt haben.  Mit den 20.000 Jungäschen 2013 trage das Projekt erste Früchte und er wünschte weiterhin viel Erfolg. Mit der Nachzucht 2013 können  neben den Tieren, die in der Anlage zum Aufbau eines Nachzuchtstammes verbleiben, erste Besatzmaßnahmen in die Freiberger Mulde, Zwickauer Mulde und in das Schwarzwasser realisiert werden. Bis die eigenen Laicherstämme zu geschlechtsreife Tieren herangewachsen sind, ist man zur weiteren Nachwuchsgewinnung zunächst weiterhin auf Tiere aus den heimischen Fließgewässern angewiesen.  Dennoch sind wir optimistisch, dass 2014 noch erfolgreicher laufen wird. Mit diesem Projekt soll ein Zeichen gesetzt werden, dass sich Anglerinnen und Angler trotz Kormoran- und Kleinwasserkraftproblematik weiterhin aktiv und engagiert für den Erhalt von Fischarten und den Schutz der heimischen Gewässer einsetzen.