Berlin. Am 17.11.2012 fanden in den Kongressräumen des Hotels RAMADA Berlin am Alexanderplatz parallel die Jahreshauptversammlung des VDSF und die einberufene Hauptversammlung des DAV statt. Ziel war es, den Verschmelzungsvertrag 2012 zum Abschluss zu bringen, um 2013 mit dem DAFV die deutsche Anglerschaft zu vereinen und deren Interessen zukünftig  auf Bundes- und Europaebene geballt mit einer Stimme vertreten zu können.

Zunächst stimmte der DAV über die Aufstellung der eigenen Kandidaten für Vorstand, Präsidium und Revision ab. Die Kandidaten wurden einstimmig bestätigt. Das Ergebnis übermittelte man an die VDSF-Versammlung, da diese Benennung der DAV-Kandidaten fester Bestandteil des abzustimmenden Verschmelzungsvertrages ist. Parallel stimmte der VDSF mehrheitlich der Satzung für den neuen Dachverband zu. Der weitere Verfahrensablauf sah vor, dass zunächst der VDSF über den Verschmelzungsvertrag abstimmt. Bei Erreichen der 75 %-Mehrheit wäre im Anschluss die Abstimmung im DAV erfolgt. Um nochmals ein Zeichen zu setzen, dass es dem DAV ernst um die Verschmelzung ist, wurde eine Probeabstimmung durchgeführt. Dabei stimmte die Hauptversammlung des DAV einstimmig für den Verschmelzungsvertrag. Dieses Ergebnis der Probeabstimmung wurde an den VDSF übermittelt und in der dortigen Versammlung verkündet. Für dieses Signal gab es seitens der VDSF-Delegierten anerkennenden Applaus. Im Anschluss führte der VDSF die geheime Abstimmung zum Verschmelzungsvertrag durch. Mit Hoffnung wartete die DAV-Hauptversammlung auf den Entscheid. Dann das Ergebnis: Die notwendigen 75 % an Stimmen für die Annahme des Verschmelzungsvertrages durch die VDSF-Jahreshauptversammlung konnten nicht erreicht werden. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus. Es fehlten nur 2 Ja-Stimmen für eine Annahme des Vertrages. Damit ist die Fusion aber noch nicht gescheitert. Bis 31.03.2013 hat der VDSF die Möglichkeit, eine erneute Hauptversammlung einzuberufen und nochmals abzustimmen. So vorzugehen, wurde schon aus dem VDSF signalisiert. Eine jetzige Abstimmung des DAV hatte sich damit erübrigt, da nur der Verschmelzungsvertrag an sich ohne fest eingetragene DAV-Kandidaten abstimmbar wäre. Trotz dieses unbefriedigenden Ausgangs eines Tages, dem alle DAV-Delegierten mit Hoffnung entgegen gesehen hatten, mahnte DAV-Präsident Günter Markstein an, noch nicht aufzugeben. Noch ist die Chance da, wenngleich sich dadurch der Zeitplan  immer schwieriger gestaltet und die Motivation der Basis für ein weiteres Eintreten für die Fusion von DAV und VDSF zum DAFV den Landesverbänden alles abverlangen wird. Hoffnung schöpfe Markstein dabei eben auch aus der Knappheit des heutigen Scheiterns. Wenn es dem VDSF bis März 2013 gelingt, letzte Vorbehalte auszuräumen, dann könne diese Chance noch ergriffen und die Verschmelzung positiv gestaltet werden.